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Was ist Obligation / Anleihe?

Eine Anleihe ist eine Schuldverschreibung, bei der ein Anleger einem Staat oder Unternehmen Geld leiht und im Gegenzug periodische Zinszahlungen (Kupons) sowie die Rückzahlung des Nennwerts bei Fälligkeit erhält.

Anleihen sind die zweitgrösste Anlageklasse nach Aktien. Eine zehnjährige Eidgenössische zahlt einen festen Kupon und bei Fälligkeit CHF 1'000 Nennwert. Die Bonität des Emittenten bestimmt die Rendite: Eidgenossen sind ausfallsicher und zahlen wenig, High-Yield-Unternehmensanleihen viel mehr mit echtem Ausfallrisiko.

Anleihenkurse bewegen sich invers zum Zins. Steigen die Zinsen, fallen ältere Anleihen mit niedrigerem Kupon — eine 10-jährige verliert bei +1 Prozentpunkt rund 8–9% ihres Werts. 2022 erlebten globale Anleihenindizes –15 bis –20%.

Für ein Privatportfolio leisten Anleihen drei Aufgaben: planbares Einkommen, Diversifikation gegen Aktien, Kapitalschutz für mittelfristige Ziele (3–7 Jahre). Direkter Kauf einzelner Anleihen ist umständlich; die meisten nutzen Anleihen-ETFs oder aktive Fonds.

Formel
Anleihenkurs = Σ(Kupon / (1+Rendite)^t) + Nennwert / (1+Rendite)^n
Beispiel

Eine Anlegerin kauft eine 10-jährige Eidgenössische mit 1,5% Kupon zu Nennwert CHF 10'000. Jährlicher Kupon CHF 150; nach 10 Jahren CHF 10'000 zurück. Nominalertrag CHF 1'500 (15% brutto).

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Häufige Fragen

Sind Anleihen sicherer als Aktien?+

In Kursvolatilität in der Regel ja, doch Zinsanstiege erzeugen zweistellige Verluste — nicht risikolos.

Was ist die Rendite einer Anleihe?+

Der Gesamtertrag bis Endfälligkeit als Jahressatz; steigt, wenn der Kurs fällt.

Wie viel in Anleihen?+

Klassisch: Alter in Anleihen; moderner geringer wegen längerer Lebenserwartung.