Eine Aktie zu halten bedeutet, Miteigentümerin des Unternehmens zu sein. Erträge kommen in zwei Formen: Kurssteigerung und Dividenden. Langfristig haben breite Aktienmärkte real 6–8% pro Jahr abgeworfen — weit über jeder Bankeinlage, aber mit erheblicher Schwankung; Drawdowns von 30–50% sind mehrfach pro Jahrhundert vorgekommen.
Aktien gibt es in zwei Hauptklassen: Stammaktien mit Stimmrecht und letztrangigem Liquidationsanspruch sowie Vorzugsaktien mit fester Dividende und Vorrang in der Insolvenz, meist ohne Stimmrecht. Privatanleger kaufen meist Stammaktien von Nestlé, Roche, ASML, LVMH oder Apple — direkt über Broker oder via Fonds.
Das richtige Bild für eine Aktie ist Miteigentum an einem produktiven Unternehmen, nicht ein Ticker. Kurz fristig sind Kurse Stimmung und Liquidität; langfristig zählen Gewinne und Dividenden. Für die meisten Haushalte ist ein breit gestreuter Indexfonds rational, weil >80% der aktiven Stockpicker den Index über 10 Jahre verfehlen.
Eine Anlegerin kauft 100 Nestlé-Aktien zu CHF 95 (CHF 9'500). Über fünf Jahre zahlt Nestlé kumuliert CHF 16 Dividenden je Aktie (CHF 1'600) und der Kurs steigt auf CHF 110 (Kursgewinn CHF 1'500). Gesamtertrag CHF 3'100, annualisiert ~6,1% vor Steuern.