Ein gut konstruiertes Portfolio ist mehr als die Summe seiner Teile. Die Kernerkenntnis der modernen Portfoliotheorie: Die Kombination unvollständig korrelierter Werte senkt die Volatilität ohne Ertragsverlust. 60/40 Aktien/Anleihen lieferte 1985–2020 ähnliche Erträge wie 100% Aktien bei nur zwei Dritteln der Schwankung.
Ein typisches Schweizer Haushaltsportfolio enthält Säule-2-Vermögen, Freizügigkeitsgelder, ein Brokerkonto mit ETFs, ggf. selbstgenutzte Immobilie und Notgroschen. Der Trick: alle Positionen als ein Portfolio sehen, damit die Allokation zum Risikoprofil passt.
Mindestens jährlich überprüfen. Rebalancing zurück auf Zielgewichte, sobald eine Klasse >5 Prozentpunkte abweicht — erzwingt mechanisch «buy low, sell high». Tägliches Checken provoziert emotionale Trades zu falschen Zeitpunkten.
CHF 500'000 Portfolio: CHF 300'000 globaler Aktien-ETF (60%), CHF 150'000 Anleihen-ETF (30%), CHF 50'000 Geldmarktfonds (10%). Nach Aktienjahr 67/26/7; Rebalancing verkauft CHF 35'000 Aktien und kauft Anleihen plus Geldmarkt zurück auf Ziel.