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Was ist KYC (Know Your Customer)?

KYC ist der regulierte Prozess, mit dem Finanzinstitute Identität, Mittelherkunft und wirtschaftliche Berechtigung eines Kunden vor Kontoeröffnung prüfen, um Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Terrorfinanzierung zu verhindern.

KYC-Pflichten stammen aus dem Schweizer GwG, der EU-6AMLD und den FATF-Empfehlungen. Banken, Broker, Versicherer, Kryptobörsen und teils Immobilienmakler müssen Ausweis, Adressnachweis (Rechnung max. 3 Monate alt), Mittelherkunft und — für politisch exponierte Personen — Zusatzdokumente einholen.

Onboarding läuft per Video-Ident oder Kurier. Danach laufende Überwachung — ungewöhnliche Transaktionen lösen Alerts aus und können Erklärungen verlangen, etwa eine plötzliche CHF 80'000 Eingangs-Überweisung.

Immer korrekte Angaben. Falsche oder verweigerte KYC-Daten führen zu Kontosperre, Meldung an die MROS und möglicher Beziehungskündigung. Quellen für Grossbeträge (Erbschein, Verkaufsvertrag) vorab dokumentieren spart Wochen.

Beispiel

Eine Neukundin eröffnet Swissquote online: Pass und Rechnung hochladen, 4-Minuten-Video-Ident, «Lohn und Ersparnisse» als Quelle, Konto in zwei Werktagen offen. Spätere CHF-250'000-Eingangsüberweisung löst Nachfrage aus, Erbschein per Secure-Upload — Fall geschlossen.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Warum fragt die Bank nach der Mittelherkunft?+

Geldwäscherecht verlangt es ab gewissen Schwellen und bei jeder ungewöhnlichen Transaktion.

Konto ohne KYC eröffnen?+

Weltweit nicht möglich — jedes regulierte Institut muss KYC durchführen.

Was ist Enhanced Due Diligence?+

Verstärkte KYC bei Hochrisikokunden (PEP, Hochrisikoländer, komplexe Strukturen).