Das Girokonto (in der Schweiz auch Privatkonto, in Deutschland Girokonto) ist die operative Schaltzentrale Ihrer Finanzen. Eingehende Gehälter sind sofort verfügbar, Sie können das Geld per Kartenzahlung, Lastschrift, Dauerauftrag oder Überweisung herausschicken, und das Konto darf bis zur vereinbarten Dispo-Grenze sogar überzogen werden.
Banken zahlen kaum Zinsen auf Girokonten, weil die Einlagen kurzfristig und hochliquid bleiben müssen. Im Gegenzug erhalten Sie das volle Bezahl-Toolkit: kontaktlose Debitkarten, Mobile-Banking-App, SEPA-Echtzeitüberweisungen, ATM-Zugang weltweit. Viele Banken erlassen die Monatsgebühr ab einem bestimmten Gehaltseingang oder Mindestguthaben.
Aus Sicht der Finanzplanung dient ein Girokonto ausschliesslich kurzfristigen Cashflows — typisch ein bis zwei Monate Lebenskosten. Alles darüber gehört auf ein Sparkonto, in einen Geldmarktfonds oder ins Wertpapierdepot, wo es zumindest die Inflation schlägt. CHF 20'000 ein Jahr lang zinslos liegen zu lassen kostet bei 2% Inflation real CHF 400.
Eine Angestellte erhält am 25. ein Nettogehalt von CHF 7'500 aufs UBS-Privatkonto. In den nächsten zehn Tagen gehen CHF 3'000 für Miete, Krankenkasse und Rechnungen per Lastschrift ab, CHF 1'500 werden per Debitkarte ausgegeben, und am 5. fliessen automatisch CHF 3'000 aufs Sparkonto mit 1,25%.