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Was ist Diversifikation?

Diversifikation ist die Praxis, Anlagen über viele unkorrelierte Werte zu streuen — verschiedene Unternehmen, Sektoren, Länder, Anlageklassen — sodass kein einzelner Ausfall das Portfolio zerstört.

Funktioniert, weil künftige Ertragspfade nicht perfekt korreliert sind. 30 statt 3 Titel reduzieren Einzelfirmenrisiko um ~95% bei gleichem Erwartungswert. Anleihen, Immobilien und internationale Aktien zusätzlich senken Volatilität, weil Drawdowns selten zusammenfallen.

Zwei Risikoarten: idiosynkratisch (firmenspezifisch) und systematisch (marktweit). Diversifikation entfernt Ersteres praktisch gratis, Zweites nicht. Auch perfekt diversifizierte Aktien fielen im März 2020 und 2008–09 um 30%+, weil alles in der Krise auf 1 korrelierte.

Günstigste globale Streuung: ein breiter Indexfonds wie MSCI ACWI (~2'800 Titel über 23 entwickelte und 24 Schwellenmärkte). Haushalte mit Hypothek oder Firmenbeteiligung sollten Broker bewusst weg von diesen Risiken neigen — ein Schweizer Banker sollte CH-Banken untergewichten.

Beispiel

Anleger A hält CHF 100'000 nur in Credit Suisse; die Aktie fällt im März 2023 um 99% — bleiben CHF 1'000. Anleger B hält CHF 100'000 im MSCI World ETF (CS-Gewicht 0,04%): direkter Schaden CHF 40, breites Portfolio –1% durch Sektorsdruck.

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Häufige Fragen

Wie viele Titel für volle Diversifikation?+

~30 unkorrelierte Namen eliminieren das meiste Firmenrisiko; breite ETFs halten Hunderte zu nahezu null Grenzkosten.

Kann man überdiversifizieren?+

Theoretisch ja, im Retail dominieren die Vorteile breiter Streuung.

Funktioniert sie in Krisen?+

Aktienkorrelationen gehen Richtung 1, Anleihen und Gold steigen oft — Multi-Asset-Streuung dämpft.