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Was ist Risikotoleranz?

Risikotoleranz ist das Niveau an Anlageverlust, das eine Anlegerin psychisch und finanziell tragen kann, ohne den Plan abzubrechen — bestimmt den richtigen Mix aus Aktien, Anleihen und Cash.

Zwei Komponenten: finanzielle Kapazität (objektiv: wie viel Verlust die Bilanz ohne Schaden an Kernzielen verkraftet) und psychische Toleranz (subjektiv: wie viel Buchverlust ohne Panikverkauf ausgehalten wird). Die kleinere bestimmt die Allokation.

Ehrlichster Test: Was haben Sie im März 2020 oder Oktober 2008 wirklich gemacht? Wer am Tief verkauft und höher wieder einsteigt, hat tiefere Toleranz als gedacht — konservativere Allokation lohnt sich trotz Renditeverzicht. Einen 40%-Drawdown auszuhalten ist der Preis für Aktienrendite.

Banken und Robos scoren von «konservativ» (20% Aktien) bis «aggressiv» (80–100%). Als Ausgangspunkt nehmen und gegen 35% Crash stresstesten: schlaflos? Dann reduzieren. Lieber etwas unterschätzen als am Tief verkaufen.

Beispiel

CHF 300'000 zu 70% Aktien: 40% Crash kostet rund CHF 84'000. Wer das nicht aushält ohne zu verkaufen, sollte näher 50% Aktien wählen — Szenario dann CHF 60'000.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Wie messe ich meine Risikotoleranz?+

35%-Drawdown auf das echte Portfolio in CHF visualisieren; wenn Verkaufsdrang, Aktienquote senken.

Ändert sie sich mit dem Alter?+

Meist ja — kürzerer Horizont, weniger Aussitzkapazität.

Verschieden in der Partnerschaft?+

Gemeinsames Portfolio nach dem konservativeren bauen; risikofreudigerer Teil kann seine 3a aggressiver fahren.