Die Einkommensteuer ist in fast allen entwickelten Volkswirtschaften die wichtigste Einnahmequelle. Privatpersonen zahlen auf Erwerbseinkommen, Selbstständigeneinkünfte, Renten, Mieteinnahmen und (teilweise) Kapitalerträge. Berechnet auf das zu versteuernde Einkommen (Bruttoeinkommen minus Abzüge und Freibeträge) und durch Tarifstufen mit höheren Grenzsteuersätzen für höhere Einkommensschichten.
In der Schweiz erhoben auf drei Ebenen: Bund (bis 11,5 %), Kanton und Gemeinde — Grenzsteuersatz total 22 % in Zug bis 45 % in Genf. Deutschland: kontinuierliche Progression 14–45 % plus Solidaritätszuschlag. Frankreich: fünf Stufen 0–45 % mit Familienquotient. Italien: IRPEF 23/35/43 % plus regionale und kommunale Zuschläge.
Quellenabzug heißt: Arbeitgeber führt monatlich eine Schätzung ab; die Jahressteuererklärung gleicht das aus. Selbständige zahlen Quartalsraten. Abzüge (Vorsorge, Hypothekarzinsen, Kinderbetreuung) und Steuergutschriften sind der legale Weg zu geringerer Steuerlast.
Ein lediger Berliner Angestellter mit EUR 70.000 brutto schuldet etwa EUR 15.600 Bundeseinkommensteuer plus EUR 860 Soli — effektiver Satz ~23 %, obwohl die Spitzenstufe mit 42 % besteuert wird.