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Was ist Geldmarkt?

Der Geldmarkt ist das Segment des Finanzsystems, in dem kurzfristige Schuldtitel (Staatsschatzpapiere, Kassenobligationen, Commercial Paper, Repos) mit Laufzeiten unter einem Jahr zwischen Banken, Konzernen und Grossinvestoren gehandelt werden.

Geldmarktpapiere sind die sicherste und liquideste Schuldform ausser Bargeld selbst. Dazu gehören Schweizer Bundeskassenscheine, deutsche Bubills, französische BTFs, italienische BOTs, US-T-Bills, Commercial Paper bonitätsstarker Konzerne und Overnight-Repos. Renditen folgen eng dem Leitzins.

Retail-Zugang läuft meist über Geldmarktfonds (MMF), die ein diversifiziertes Portfolio halten. 2024 lag ein CHF-Geldmarktfonds bei ca. 1,4% — verglichen mit 0,1–0,5% auf dem Girokonto. Kreditrisiko sehr gering, aber nicht null.

MMFs sind richtig für Geld, das nicht diesen Monat, aber innert eines Jahres benötigt wird — besonders über der Einlagenschutzgrenze. Settlement typisch ein Werktag. TER über 0,30% frisst die Rendite.

Beispiel

Eine Investorin parkt CHF 200'000 Verkaufserlös in einem CHF-Geldmarktfonds mit 1,4% Nettorendite, während sie auf eine Immobilie wartet. In sechs Monaten verdient sie ca. CHF 1'400 — versus CHF 100 auf dem Girokonto.

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Häufige Fragen

Sind MMFs versichert?+

Nein — sie investieren aber in sehr kurzfristige, hochwertige Papiere; keine Einlagensicherung.

Wie oft ändern sich MMF-Renditen?+

Täglich — sie folgen dem Leitzins mit wenigen Wochen Verzögerung.

Kann ich in einem MMF verlieren?+

Selten — nur bei schweren Kreditereignissen; 2008 fiel ein US-MMF wegen Lehman unter NAV 1,00.