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Was ist Leitzins / Prime Rate?

Die Prime Rate ist der Zinssatz, den Geschäftsbanken ihren bonitätsstärksten Firmenkunden berechnen; weltweit dient sie als Referenz, auf die Retail-Kredit- und Kreditkartenzinsen einen Risikoaufschlag aufschlagen.

Prime Rate ist primär ein US-Begriff (US Prime = Federal Funds Target + 3 Prozentpunkte). In der Schweiz werden Hypotheken- und Konsumkreditsätze als «SARON + X%» oder als feste, von der Bank gesetzte Sätze quotiert; im Euroraum Euribor, in UK Bank of England Base Rate.

Für Retail-Kunden zählt die Prime Rate, weil variable Schulden als Aufschlag darauf bepreist sind. Eine Karte «Prime + 12%» steigt um genau einen Prozentpunkt, wenn die Zentralbank Prime um 100 Basispunkte hebt. Festzinskredite sind während ihrer Bindung unberührt.

Wichtig ist die Richtung, nicht das Niveau. Ein 4%-Prime auf dem Weg auf 2% ist freundlicher als 3% mit Ziel 5%. SNB-, EZB- und Fed-Sitzungen sind die Kalenderpunkte, die die Kurve bewegen.

Beispiel

Ein Schweizer Haushalt hält eine Karte «SARON + 11%». SARON steigt von 0,5% auf 1,5%, die Karten-APR damit von 11,5% auf 12,5%. Auf CHF 3'000 Saldo: CHF 30 mehr Zins pro Jahr.

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Häufige Fragen

Wie wird US Prime gesetzt?+

Aus einer Umfrage der grossen US-Banken; typisch Federal Funds Target + 3 Prozentpunkte.

Hat die Schweiz eine Prime Rate?+

Nicht namentlich — Banken referenzieren SARON, früher Libor, oder die eigene Refinanzierung.

Wie oft ändert sie sich?+

Bei jedem Schritt der Zentralbank, plus gelegentliche Hausentscheide der Banken.