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Was ist Zinskurve / Yield Curve?

Die Zinskurve zeigt die Renditen von Staatsanleihen je nach Laufzeit; Investoren und Zentralbanken lesen sie als Echtzeitprognose für Wachstum, Inflation und Rezessionsrisiko.

Eine normale Kurve verläuft aufwärts — lange Laufzeiten bieten mehr Rendite als Risiko- und Bindungsprämie. Eine flache Kurve signalisiert Unsicherheit, eine invertierte (kurz höher als lang) ist seit 60 Jahren einer der treffsichersten US-Rezessionsindikatoren.

Form folgt zwei Kräften: Zentralbank setzt das kurze Ende über den Leitzins, Markterwartungen zu Inflation und Wachstum bestimmen das lange Ende. Aggressive Zinserhöhungen bei verankerten Inflationserwartungen flachen ab oder invertieren — 2022–2023 erlebt.

Privatpersonen treffen die Zinskurve bei der Wahl zwischen 3- und 10-jähriger Hypothek oder zwischen kurzen und langen Anleihefonds. In steiler Kurve ist Langfest teuer, in flacher Kurve kostet die Sicherheit kaum extra.

Beispiel

Ende 2023 ist die Schweizer Kurve invertiert: 2-jährige Bundesanleihen 1,45%, 10-jährige 1,05%. Wer zwischen 2-Jahr-Fest 2,1% und 10-Jahr-Fest 2,0% wählt, nimmt 10 Jahre — günstiger und ein Jahrzehnt Zinssicherheit.

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Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Was bedeutet invertierte Zinskurve?+

Kurz höher als lang — der Markt erwartet sinkende Zinsen wegen Konjunkturschwäche.

Warum üblicherweise lang höher?+

Risikoprämie für längere Bindung und Inflationsrisiko.

Wie hilft sie bei der Hypothekenwahl?+

Sie zeigt den Aufpreis für lange Bindung — flache Kurve = Langfest billiger.