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Was ist Dispositionskredit (Überziehung)?

Ein Dispositionskredit ist eine kurzfristige Kreditlinie auf dem Girokonto, mit der Sie über Ihr Guthaben hinaus bis zu einem vereinbarten Limit ausgeben können — zu einem Zins, der zu den höchsten im Privatkundengeschäft gehört.

Die meisten Schweizer, deutschen, französischen und italienischen Banken bieten Überziehung an. Das Limit beträgt typisch zwei bis drei Nettomonatsgehälter. Solange Sie im Limit bleiben, berechnet die Bank Zinsen — in der Schweiz 9–14%, in Deutschland 7–12% p.a. — taggenau auf den negativen Saldo.

Überziehung ist die teuerste übliche Privatkredit-Form. CHF 2'000 einen Monat lang bei 12% kosten ca. CHF 20 — wenig in absoluter Höhe, aber 144% annualisiert. Für längere Strecken sind Privatkredit, 0%-Kreditkarten-Promo oder Lombardkredit deutlich günstiger.

Disposition als Puffer, nicht als Finanzierung. Banken können das Limit kurzfristig kündigen, vor allem wenn das Gehalt nicht mehr eingeht. Dauerhafte Überziehung schadet der Bonität und kann Sofortkündigung auslösen. Strukturlösung: Ausgaben mit Einkommen abgleichen oder Disposition in Ratenkredit umwandeln.

Beispiel

Eine Freischaffende mit CHF 5'000 Dispolimit deckt eine CHF 3'200 Autoreparatur am 10. Das Gehalt am 25. gleicht aus. Zinskosten: ca. CHF 16 (3'200 × 12% × 15/365). Eine 0%-Promo-Kreditkarte hätte null gekostet.

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Häufige Fragen

Schadet Dispositions-Nutzung der Bonität?+

Gelegentliche Nutzung im Limit ist neutral; dauerhaftes Verharren signalisiert Stress und kann die Bonität schwächen.

Typischer Dispozins?+

9–14% in der Schweiz, 7–12% in Deutschland — zu den höchsten Privatkundenzinsen.

Kann die Bank den Disposition-Kredit streichen?+

Ja — kurzfristig kündbar, besonders bei ausbleibendem Gehaltseingang.