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Was ist Hausse / Bullenmarkt?

Eine Hausse ist eine länger anhaltende Phase steigender Kurse — meist Monate bis Jahre — konventionell definiert als Anstieg von mindestens 20% vom vorigen Tief, begleitet von Optimismus und wachsender Wirtschaft.

Haussen sind historisch viel länger als Baissen — durchschnittliche US-Hausse seit 1928 dauert 4,5 Jahre mit ~150% kumuliert; Baisse 1,4 Jahre und 35% Drawdown. Die Hausse März 2009 bis Februar 2020 hielt fast 11 Jahre und brachte beim S&P 500 >400% Gesamtertrag.

Haussen beginnen meist in der Rezession bei düsterster Stimmung, zuerst durch Bewertungs-Reratings, dann durch Gewinnwachstum, schliesslich durch Momentum und Spekulation. Das Erkennen der Spätphase ist schwer.

Verhalten in der Hausse entscheidet den Langzeiterfolg. Versuchung: Risiko nahe dem Hoch erhöhen mit «diesmal ist es anders». Disziplin im Rebalancing — Trimmen auf Ziel — ist unspektakulär, aber stark wirksam über Jahrzehnte.

Beispiel

Einstieg 2009 mit CHF 50'000 in S&P-500-ETF; bis Februar 2020 wert CHF 215'000 — +330% in 11 Jahren, ca. 14% p.a. kumuliert.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Wie lange dauern Haussen?+

Durchschnittlich 4,5 Jahre; der Zyklus ab 2009 dauerte fast 11 — Rekord der Moderne.

Wie erkennt man das Ende?+

Kein verlässliches Vorlauf-Signal; mit Rebalancing kursbleiben, keine Hebel.

Am Hoch verkaufen?+

Praktisch unmöglich; konsequentes Rebalancing trimmt Gewinner ohne Prognose.