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Was ist Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)?

Ein Doppelbesteuerungsabkommen ist ein bilaterales oder multilaterales Abkommen zwischen Staaten, das Besteuerungsrechte über grenzüberschreitende Einkünfte zuweist und Verfahren für Entlastung, Informationsaustausch und Streitbeilegung bereitstellt.

Weltweit über 3.000 bilaterale DBAs in Kraft, meist nach OECD-Musterabkommen. Sie decken Einkommen aus Arbeit, Unternehmen, Dividenden, Zinsen, Lizenzen, Immobilien, Kapitalgewinnen und Renten. Jeder Artikel weist Besteuerungsrechte zwischen Quellen- und Wohnsitzstaat zu, mit reduzierten Quellensteuersätzen unter nationalen Sätzen.

Die Schweiz hat DBAs mit über 100 Staaten, einschließlich aller Großwirtschaften. CH-US-DBA reduziert Dividendenquellensteuer von 30 % auf 15 % für Portfolio-Investoren und auf 5 % für wesentliche Beteiligungen. CH-DE-DBA weist Rentenbesteuerung primär dem Wohnsitzstaat zu.

Für Vorteile muss meist Ansässigkeitsbescheinigung und Abkommensantrag im Quellenstaat eingereicht werden. Verfahren variieren: W-8BEN für USA, formulaire 5000 für FR, Antrag auf Freistellung für DE. Ohne Einreichung keine DBA-Entlastung.

Beispiel

Schweizer Ansässiger erhält EUR 10.000 französische Dividenden. Standard-FR-Quellensteuer 12,8 %. Mit formulaire 5000 unter CH-FR-DBA wird Überhang über 15 % zurückgefordert, Rest als CH-Steuergutschrift.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Hat jedes Land ein DBA mit jedem anderen?+

Nein — lückig in Afrika und Lateinamerika. Ohne DBA nur unilaterale nationale Entlastung.

Wie lange dauert die DBA-Entlastung?+

Reduzierte Sätze sofort bei Vorabeinreichung; Rückerstattungen 3–18 Monate.

Werden DBAs aktualisiert?+

Ja — OECD BEPS-Multilateralinstrument hat ~1.800 DBAs für Missbrauchsregeln modifiziert.