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Was ist Vermögensteuer?

Die Vermögensteuer ist eine jährliche Steuer auf das Nettovermögen einer Person — Gesamtvermögen (Immobilien, Wertpapiere, Bargeld, Fahrzeuge) abzüglich Schulden — erhoben in wenigen europäischen Ländern wie Schweiz, Spanien und Norwegen.

Die Schweiz ist das prominenteste Vermögensteuerland. Jeder Kanton erhebt 0,1–1,0 % pro Jahr auf Nettovermögen über einer Grenze (meist CHF 70.000–200.000 für Singles). Mit progressiver Einkommensteuer kombiniert kann das in Kantonen wie Genf 40 % des Jahresertrags ausmachen.

Frankreich schaffte 2018 die breite ISF ab, durch IFI ersetzt — nur Immobilien über EUR 1,3 Mio. mit progressiven Sätzen bis 1,5 %. Spanien erhebt Patrimonio mit 0,2–3,5 % regional.

Vermögensteuer ist global ungewöhnlich — die meisten Ökonomen kritisieren sie als sparhemmend. Verteidiger verweisen auf Ungleichheitsabbau und Finanzierung öffentlicher Leistungen. Planung: Vermögen in steuerlich begünstigten Hüllen (Vorsorge, Lebensversicherung) strukturieren, Wohnsitzwahl, kantonale Arbitrage in der Schweiz.

Beispiel

Zürcher mit CHF 2 Mio. Nettovermögen zahlt ~CHF 5.000 Vermögensteuer (0,25 % über CHF 77.000 Freibetrag). In Zug ~CHF 2.000; in Genf ~CHF 13.000.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Was zählt zum Nettovermögen?+

Alle Vermögenswerte zum Marktwert: Immobilien, Wertpapiere, Bargeld, Fahrzeuge, Freizügigkeitsguthaben — minus Hypotheken und Schulden.

Wird Vorsorge besteuert?+

Freizügigkeit und Säule 3a in der Schweiz im aktiven Zustand befreit; Steuer beim Kapitalbezug.

Kann ich in einen Tiefsteuerkanton ziehen?+

Ja — Zug, Schwyz oder Nidwalden können kombinierte Einkommens-/Vermögensteuer etwa halbieren.