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Was ist Körperschaftsteuer?

Die Körperschaftsteuer ist die Steuer eines Unternehmens auf seinen Gewinn — Erlöse minus abzugsfähige Betriebsausgaben, Abschreibungen, Zinsen und (meist) Verlustvorträge — mit europäischen Sätzen von 9 % in Ungarn bis 30 % in einigen deutschen Gemeinden.

Sätze 2026: Schweiz im Schnitt 14,6 % kombiniert Bund+Kanton (Zug 11,85 %, Genf 14 %, Bern 21 %). Deutschland 30 % kombiniert (15 % KSt + 5,5 % Soli + ~14 % Gewerbesteuer). Frankreich 25 % Regelsatz. Italien 24 % IRES + 3,9 % IRAP regional.

OECD Pillar Two Mindeststeuer 15 % gilt ab 2024 für multinationale Gruppen über EUR 750 Mio. Konzernumsatz, begrenzt Niedrigsteuer-Arbitrage. Viele Länder erheben zusätzlich Digital Services Taxes, Bankenabgaben oder branchenspezifische Steuern.

Effektive Sätze sind meist niedriger als gesetzliche Sätze dank Abschreibungsregeln, F&E-Krediten, Beteiligungsabzügen und Patentboxen (Schweizer Patentbox bis −90 % effektive Steuer auf qualifizierende IP-Einkünfte). Konzernkonsolidierung, Konzernfinanzierung und Verrechnungspreisregeln bestimmen, wo Gewinne letztlich landen.

Beispiel

Zuger Holdinggesellschaft mit CHF 10 Mio. Betriebsgewinn zahlt ~CHF 1,19 Mio. kombinierte Steuer (11,85 %) — gegenüber CHF 3 Mio. in Frankfurt oder CHF 2,5 Mio. in Paris.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Was gehört zum steuerbaren Gewinn?+

Buchhalterischer Gewinn angepasst um steuerliche Korrekturen (nicht abzugsfähige Ausgaben, Abschreibungsdifferenzen, steuerfreie Erträge).

Können Verluste vorgetragen werden?+

Ja in den meisten Ländern: 7 Jahre Schweiz, unbegrenzt DE (mit Mindestbesteuerung), 10 Jahre FR.

Was ist die globale Mindeststeuer?+

OECD Pillar Two: 15 % Top-up-Steuer auf niedrig besteuerte Einkünfte großer Multinationals, ab 2024.