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Was ist Börsengang (IPO)?

Ein IPO ist der erste Verkauf von Aktien eines privaten Unternehmens an die Öffentlichkeit über eine Börse — beschafft Kapital, gibt Frühinvestoren Liquidität und unterstellt das Unternehmen den Folgepflichten.

Begleitet von Investmentbanken (Underwritern), die preisen, an Institutionelle zuteilen und Kurs stabilisieren. CH: SIX; DE: Xetra/Frankfurt; FR/IT/NL: Euronext. Wichtige CH-IPOs: Galderma (2024) zu CHF 53/Aktie, Bewertung ~CHF 12 Mrd.; Sandoz-Spin-off (2023).

IPOs sind statistisch schlechte Retail-Investments. Ritter/Loughran: durchschnittliches IPO bleibt 3 Jahre 20–30% hinter Indizes. Gründe: Unternehmen verkauft zu für sie attraktiver Bewertung, Insider verkaufen am Lock-up-Ende, Hype verklingt.

Retail bekommt Erstzeichnungspreise selten; Kauf am Erstkurs oft mit 10–30% Pop. Disziplinierter: 6 Monate nach Lock-up warten, dann ist Founder-Selling abgearbeitet und Preisbildung normalisiert.

Beispiel

Galderma-IPO März 2024 zu CHF 53: CHF 2,3 Mrd. Erlös, CHF 12,4 Mrd. Bewertung. Retail kauft am Erstschluss CHF 61 (+15%) und hält 1 Jahr: Kurs CHF 99 — +62%, ungewöhnlich erfolgreich.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Retail zu IPO-Preis kaufen?+

In Europa selten; Zuteilung meist an Institutionelle.

Sind IPOs gute Investments?+

Im Schnitt nein — 20–30% Underperformance über 3 Jahre dokumentiert.

Was ist Lock-up?+

Typisch 180 Tage Verkaufsverbot für Insider; Ende oft mit Kursdruck.