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Was ist SARON?

SARON ist der Schweizer risikofreie Tagesgeldsatz, berechnet aus besicherten Repo-Geschäften in CHF; seit 2022 hat er den CHF-Libor als Referenz für variable Kredite und Hypotheken vollständig abgelöst.

SARON (Swiss Average Rate Overnight) wird von der SIX Swiss Exchange aus dem volumengewichteten Durchschnitt besicherter Overnight-Transaktionen in CHF berechnet. Da er auf realen Geschäften beruht, ist er manipulationsresistenter als der eingestellte Libor.

Saron-Hypotheken werden meist alle 1, 3 oder 6 Monate neu fixiert. Der Schuldner zahlt den compoundierten Saron der Periode plus eine fixe Marge (typisch 0.6–1.0%). Die Kosten folgen dem SNB-Leitzins: bei Senkung verbilligt sich das nächste Reset, bei Erhöhung wird es teurer.

Langfristig waren Saron-Hypotheken im Schnitt günstiger als Festhypotheken, aber mit Zinsrisiko. Sie eignen sich für Haushalte mit komfortablem Budget-Puffer, die einen plötzlichen Anstieg um 1–2 Prozentpunkte verkraften.

Formel
Hypozins = compoundierter Saron (Periode) + Bankmarge
Beispiel

Eine CHF 600'000 Saron-Hypothek mit Saron 1.20% und Marge 0.80% kostet 2.00% – CHF 12'000/Jahr. Steigt Saron beim Reset auf 2.00%, kostet sie CHF 16'800.

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Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Saron oder Festhypothek?+

Saron gewinnt meist langfristig, aber mit Volatilität. Fest gibt Sicherheit. Viele teilen: hälfte fest, hälfte Saron.

Wie wird der Saron-Hypozins pro Periode bestimmt?+

Banken compoundieren den täglichen Saron über das Reset-Fenster (z.B. 3 Monate) und addieren die Marge. Vollständig transparent auf der SIX-Website.

Warum ist der Libor verschwunden?+

Libor wurde Ende 2021 weltweit nach Zinsmanipulations-Skandalen eingestellt. Saron, auf realen Transaktionen basierend, ist der Schweizer Ersatz.