EuroCalc

Was ist Vermögenssteuer?

Die Vermögenssteuer ist eine jährliche kantonale und kommunale Steuer auf das weltweite Nettovermögen einer in der Schweiz wohnhaften Person, mit progressiven, kantonal stark unterschiedlichen Sätzen.

Die Schweiz ist eines der wenigen europäischen Länder mit einer Vermögenssteuer – aber nur auf Kantons- und Gemeindeebene, nicht auf Bundesebene. Das Nettovermögen wird per 31. Dezember erhoben: Finanzanlagen, Liegenschaften (zum Steuerwert), Privatautos, Wertgegenstände abzüglich Schulden und Sozialabzug.

Säule-2- und 3a-Guthaben sind während der Sperrfrist steuerfrei. Die Sätze unterscheiden sich stark: CHF 2 Mio. Nettovermögen ergeben rund CHF 1'500 Vermögenssteuer pro Jahr in Nidwalden, aber rund CHF 18'000 in Genf oder Waadt. Sozialabzüge pro Person variieren zwischen CHF 50'000 und CHF 200'000.

Die effektiven Sätze steigen progressiv, meist zwischen 0.1% und 1.0%. Liegenschaften werden stets im Belegenheitskanton besteuert, auch bei Nichtwohnsitz. Die Vermögenssteuer ist einer der Hauptgründe für kantonale Wohnsitzwechsel von Vermögenden in der Schweiz.

Beispiel

Eine alleinstehende Person in Zürich mit CHF 1 Mio. in ETFs und einem Eigenheim mit CHF 700'000 Steuerwert minus CHF 600'000 Hypothek hat ein steuerbares Nettovermögen von rund CHF 1'100'000 und zahlt rund CHF 3'000 Vermögenssteuer pro Jahr.

Zum Rechner

Einkommensteuerrechner

Schätzen Sie Nettoeinkommen und effektiven Steuersatz für CH, DE, FR und IT.

Rechner öffnen

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Wird die Säule 3a als Vermögen besteuert?+

Nein – während der Sperrfrist steuerfrei. Nach Bezug fliesst das Kapital ins reguläre Vermögen ein.

Werden Auslandsvermögen erfasst?+

Ja. Das weltweite Vermögen ist zu deklarieren – Doppelbesteuerungsabkommen weisen das Besteuerungsrecht für Auslandliegenschaften dem Belegenheitsstaat zu.

Welche Kantone sind am günstigsten?+

Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Zug und Appenzell-Innerrhoden konstant am tiefsten; Genf, Waadt und Basel-Stadt am höchsten.